Dozentin: Dr. med. Monika Stiehl
Ich und meine innere Familie – Wachstum, Selbstführung und Heilung mit der IFS-Methode. Eine Einführung.
Wir verbringen viel Zeit damit, Anteile von uns zu bekämpfen: Den inneren Kritiker, die ständige Angst, nicht gut genug zu sein oder innere Saboteure, die uns behindern, wenn wir zum Beispiel mehr Sport machen wollen, gesünder essen oder dem Chef, der Chefin auch mal Grenzen setzen möchten. Doch was, wenn diese Anteile keine Feinde sind, sondern wichtige Mitglieder unserer inneren Familie, loyale Beschützer, die nur eine uns sehr herausfordernde, oft vielleicht auch unangenehme, krasse Strategie gewählt haben?
„Kein Teil von Dir ist schlecht“, so sagt es Richard Schwartz, der Begründer von IFS (Internal Family Systems). Er hat bereits in den 80iger Jahren das IFS-Modell entwickelt. Mittlerweile hat es sich weltweit zu einer innovativen, hochwirksamen, teils evidenzbasierten und trauma-sensitiven Therapiemethode etabliert.
Das Modell des Internal Family Systems (IFS) sieht die menschliche Psyche als ein System aus verschiedenen inneren Anteilen, ähnlich einer Familie. Sie haben verschiedene Aufgaben oder Funktionen sowie eigene Perspektiven und Erinnerungen. Jeder Anteil hat dabei stets eine schützende, positive Absicht. Die ist oft aber nicht gleich erkennbar und kann zu Konflikten und inneren Blockaden führen.
In der IFS-Therapie geht es darum, die Perspektive zu wechseln vom „Wegmachen-Wollen“ unangenehmer Anteile, die sich ja oft in Symptomen zeigen, hin zu echtem, tiefem „Verstehen“.
Die zentrale Rolle spielt dabei unser unerschütterlicher innerer Kern: das Selbst. Es ist mitfühlend und weise und im täglichen Leben spürbar, in Qualitäten von Gelassenheit, Neugier, Klarheit, Ruhe, Mitgefühl, (Selbst-)Vertrauen, Zuversicht, Mut, Kreativität und Verbundenheit.
Viele von uns kennen z.B. das Gefühl „im Flow“ zu sein, dann sind wir oft ganz im Selbst.
Dieser Kurz-Workshop gibt einen Überblick über die Grundannahmen des IFS-Modells und auch wie es mit einer klaren Struktur therapeutisch genutzt werden kann.
Die Theorie wird dabei mit einigen praktischen Übungen ergänzt, um das eigene innere System zu erforschen, Zugang zu Teilen zu bekommen und auch Selbst-Qualitäten zu erfahren.
Gelingt es, im therapeutischen Prozess, den eigenen Teilen aus der Ruhe des Selbst zu begegnen, ist aus Sicht und Erfahrung der Dozentin eine nachhaltige Veränderung, Wachstum und Heilung möglich.
Erste Literaturempfehlung:
Schwartz, R. C. & Sweezy, M. (2022). Kein Teil von mir ist schlecht.
Seminargebühr für BDHN Mitglieder 90,- Euro, Frühbucher 85,- Euro / Nichtmitglieder 100,- Euro
Bitte melden Sie sich per EMail über info@bdhn.de an.

