Warum betrifft die Reform des MTA-Gesetzes auch HeilpraktikerInnen?

Das MTA-Gesetz regelt Ausbildungsinhalte und Zuständigkeiten der Tätigkeitsfelder der medizinisch-technischen Berufe: im bestehenden MTA-Gesetz ist die Berufsgruppe HeilpraktikerInnen berücksichtigt – HeilpraktikerInnen dürfen Laboranalysen erstellen (z.B. von Körperflüssigkeiten, Blut) und, dies ist mehrheitlich der Fall, Laboranalysen für Patienten in Auftrag geben.

Das Bundesgesundheitsministerium arbeitet seit einiger Zeit an etlichen Gesetzen zur Reform für staatlich geregelte Gesundheitsberufe.

Der aktuelle Referenten-Entwurf zur Änderung des Gesetzes für den MTA-Beruf sorgt für Diskussionen.

Nun sind im besagten Entwurf Reform MTA-Gesetz die HeilpraktikerInnen als weisungsbefugte Berufsgruppe gestrichen worden.
HeilpraktikerInnen üben die Heilkunde gemäß §1 HeilprG selbst aus und dürfen umfassend diagnostisch und weitgehend uneingeschränkt tätig sein.

Welche Auswirkungen durch die Reform MTA-Gesetz für HeilpraktikerInnen entstehen ist unklar, da -bewusst oder unbewusst – die rechtlichen Änderungen in dem Entwurf so formuliert sind, dass sie unterschiedliche Auslegungen zulassen.

Es scheint so, dass wieder ein Tätigkeitsfeld für die Heilpraktikerschaft gestrichen werden soll.
Die geplante Änderung des MTA-Gesetzes darf keinesfalls dazu führen, dass die Präanalytik und die Laboruntersuchungen im Auftrag von HeilpraktikerInnen nicht mehr möglich wären, weil dadurch ein wesentlicher Teil der soliden Diagnostik entfallen würde.

Weiterer Sachverhalt zur Reform MTA-Gesetz

Nicht die gesetzgebende politische Ebene, sondern eine Laborgemeinschaft informierte mit einer Rundmail alle Heilpraktiker-Berufsverbände über den Sachverhalt des nachträglich geänderten Gesetzesentwurfs.

Wer die Initiatoren bezüglich der Änderung sind, ist noch nicht ganz geklärt, im Fokus steht der Berufsverband Deutscher Laborärzte.

Es ist völlig inakzeptabel, dass ein ganzer Berufsstand NICHT informiert wurde – das Bundes- gesundheitsministerium hat die Heilpraktiker-Berufsverbände über die nachträgliche Änderung in dem o.g. Referentenentwurf NICHT in Kenntnis gesetzt.

siehe auch Link:
https://www.dielinke-nrw.de/parlament/bundestag/detail-bundestag/news/bundesregierung-plant-gesetzliche-eingriffe-gegen-heilpraktiker-innen-versteckt-ueber-das-mta-reform/

Unmittelbar nach Bekanntwerden des Sachverhalts hat sich die IQHP bereits Anfang Oktober mit der Politik in Verbindung gesetzt und konnte, durch enge Kontakte zu Mitgliedern des Gesund-heitsausschusses im Dt. Bundestag, diesbezüglich intervenieren und sich dafür engagieren, dass sich diese für den Erhalt der Weisungsbefugnis von HeilpraktikerInnen für Laborleistungen beim BMG einsetzen.

Neben den Bemühungen der IQHP (BDHN e.V., BDN e.V., VDH e.V., Aktionsbündnis Moderne Heilberufe) setzen sich natürlich auch alle Verbände der DDH (vor allem der FDH e.V.) und der Gesamtkonferenz (vor allem der BDH e.V., VUH e.V., VFP e.V.), jeder auf seine Weise, für den Erhalt unserer Befugnisse ein.

www.bdhn.de
www.iqhp.de

Als verlässlicher Partner engagieren wir uns für Sie – Ihr BDHN e.V.

Bleiben Sie gesund
mit kollegialen Grüßen

Ihr
Herbert Eger
Vorsitzender BDHN e.V.