Bund Deutscher Heilpraktiker und
Naturheilkundiger e.V.

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Kommentar zur Heilpflanzen-Petition

Diverse Rundmails sind im Umlauf, die bei Therapeuten, Patienten und objektiven Beobachtern Befürchtungen wecken, dass der bewährte Einsatz der Heilpflanzen in Gefahr ist. Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln, sowie Vertreiber pflanzlicher Produkte müssen sich schon selbst fragen, ob Sie alle Bestimmungen und gesetzliche Auflagen in der Vergangenheit beachtet haben, wie das Auslaufen der Übergangsfrist seit 2004.

Zudem wurde zu keinem Zeitpunkt versucht, mit den Heilpraktikerverbänden oder mit der AMK (Arzneimittelkommission) für die Heilpraktiker, Verbindung aufzunehmen.

Natürlich geht es um den Erhalt der Heilpflanzen für den täglichen Einsatz in der naturheilkundlichen Praxis. Die Petition, gerichtet an den Deutschen Bundestag, sollte allerdings formell zulässig und materiell (inhaltlich) begründet sein, andernfalls besteht die Gefahr, dass die Naturheilkunde, respektive der Berufsstand des Heilpraktikers als Ansprech– und Verhandlungspartner in dieser Angelegenheit nicht gehört und ernst genommen wird.

Es ist auch eine Stilfrage und Zeichen einer übergeordneten, berufspolitischen klaren Linie für den Berufsstand des Heilpraktikers, wenn und soweit im Vorfeld Informationen ausgetauscht und geplante Aktionen abgesprochen werden.
Gerade das hat der Dachverband der UDH (Union Deutscher Heilpraktiker) unter der Führung des Präsidiums Monika Gerhardus, Thomas Patzelt, Hartmut Lockenvitz nicht getan. Es war geradezu die Pflicht der UDH, als Trägerverband in der AMK, darüber zu informieren, dass sie (UDH) seit einem Jahr über einen ayurvedischen Verband von der Problematik („Verbot der Heilpflanzen“) wussten.        

Zur Beruhigung: seit vielen Jahren werden Heilpflanzen EU-weit registriert und können auch in Zukunft frei verordnet werden.
Ein Verkaufsverbot von Heilpflanzen ab April 2011 ist definitiv nicht geplant, so
die Aussage diverser Kollegen und Apotheker.

Nichtsdestotrotz ist und bleibt es unser Bestreben in Zusammenarbeit mit anderen Heilpraktikerverbänden eine starke Lobby zu bilden, um derartigen Bestrebungen rechtzeitig entgegen zu wirken.

Beste kollegiale Grüße
Claus-Peter Neumann
1. Vorsitzender BDHN e.V.