Bund Deutscher Heilpraktiker und
Naturheilkundiger e.V.

BDHN-Nachrichten April 2017

 

Der BDHN sagt danke!

Wir danken allen aktiven Mitgliedern für die Teilnahme an der Ordentlichen Mitgliederversammlung am 18. März 2017 und die positive Abstimmung für die Ethischen Richtlinien im BDHN e.V.
Danke an alle Mitglieder, die sich bemühen, dass das Miteinander ehrlicher und fairer wird!

Praxisbegehungen

Ziel einer Praxisbegehung ist, dass sich das zuständige Gesundheitsamt davon überzeugt, ob Sie die für sie geltenden Vorschriften einhalten, etwa aus dem IfSG (Infektionsschutzgesetz), ob die verwendeten Hilfsmittel ordnungsgemäß sind oder ob Sie Medikamente fachgerecht lagern. Eine solche Praxisbegehung durch die Behörde ist grundsätzlich möglich. Ob eine Praxisbegehung vorher angekündigt wird oder nicht, lässt sich nicht pauschal sagen, sondern hängt von der Verwaltungsorganisation des jeweiligen Gesundheitsamtes ab. Auch eine unangekündigte Praxisbegehung ist möglich, da die Behörde sicherstellen möchte und muss, dass die Praxis im "Alltagsbetrieb" angetroffen wird und der Praxisinhaber keine Möglichkeit hat, sich besonders auf die Praxisbegehung vorzubereiten.
Sie sind als Heilpraktiker grundsätzlich verpflichtet, dem Gesundheitsamt die Praxisbegehung zu ermöglichen und müssen erforderliche Auskünfte erteilen, etwa zu Räumlichkeiten, zur Lagerung von Material usw. Zu beachten ist jedoch, dass eine Praxisbegehung ein Eingriff in den Arbeitsalltag des Heilpraktikers darstellt, insbesondere wenn diese unangekündigt stattfindet. Die Behörde hat daher ebenfalls Regeln zu beachten. Die Behörde muss insbesondere versuchen, den Praxisbetrieb so wenig wie möglich zu beeinträchtigen und zu stören. Sie muss auf Ihre Interessen im Rahmen der Praxisbegehung Rücksicht nehmen. So darf die Behörde etwa nicht:

  • Eine Begehung durchführen, wenn Sie sich unmittelbar in einer Behandlung befinden.
  • Die Behördenmitarbeiter müssen warten, bis Sie die Behandlung abgeschlossen haben.
  • Ihre Unterlagen durcheinander bringen
  • Ihre Materialien unsachgemäß behandeln
  • Den Praxisbetrieb mehr als erforderlich stören
  • Eine Begehung zur Unzeit durchführen

Die Praxisbegehung dient letztlich der Gefahrenabwehr, d.h. die Behörde soll die Möglichkeit bekommen, sich davon zu überzeugen, dass die Praxis ordnungsgemäß geführt wird. Sie ist kein Instrument der "Schikane" oder der "Bestrafung". Weder die Begehung selber, noch einzelne Maßnahmen während der Begehung dürfen daher einem anderen Zweck dienen, als sich davon zu überzeugen, ob Sie die Praxis ordnungsgemäß führen.
In letzter Zeit wurde an den BDHN herangetragen, dass Behörden gelegentlich nicht die Regeln einhalten, welche einzuhalten sind. So wurde an den BDHN ein Fall herangetragen, bei dem das Gesundheitsamt eine Praxisbegehung während einer laufenden Behandlung durchführte, obwohl der Heilpraktiker die Mitarbeiter der Behörde hierauf hingewiesen hat und bat, das Ende der Behandlung abzuwarten. Dies ist nicht zulässig.
Wir möchten Ihnen folgende Ratschläge geben, wenn das Gesundheitsamt eine (unangekündigte) Praxisbegehung in Ihrer Praxis durchführt:

  1. Bleiben Sie ruhig und sachlich. In der Regel möchte sich die Behörde nur davon überzeugen, ob die Praxis ordnungsgemäß geführt wird und ob Sie alle Vorschriften einhalten.
  2. Seien Sie kooperativ. Erläutern Sie der Behörde bei Bedarf, wie die Praxis aufgebaut ist, wo Sie was lagern, wie Sie die Hygienevorschriften einhalten, wo welche Bereiche der Praxis sind usw.
  3. Fragen Sie Behördenmitarbeiter nach dem Namen sowie nach der genauen Bezeichnung der Behörde, der Sie angehören.
  4. Sollte die Praxisbegehung zur Unzeit stattfinden (etwa weil Sie gerade einen Patienten behandeln oder einen dringenden Auswärtstermin haben), teilen Sie das den Behördenmitarbeitern mit und bitten Sie, entweder zu warten oder zu einem anderen Zeitpunkt wiederzukommen. In der Regel wird die Behörde das akzeptieren, wenn die Gründe nachvollziehbar sind.
  5. Sollten Sie der Auffassung sein, dass die Behördenmitarbeiter sich nicht ordnungsgemäß verhalten, teilen Sie das mit und geben Sie an, inwiefern Sie das Verhalten als nicht angemessen ansehen. Sollten die Mitarbeiter das Verhalten nicht abstellen, holen Sie sich nach der Begehung Rechtsrat ein. Zwar kann das Verhalten der Behörde nach einer Begehung nicht mehr "rückgängig" gemacht werden, es gibt aber die Möglichkeit, etwa gerichtlich feststellen zu lassen, dass das Verhalten rechtswidrig war oder eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den einzelnen Mitarbeiter der Behörde zu erheben ist. Sollte das Verhalten der Behörde nachweislich geschäftsschädigend gewesen sein, besteht u.U. die Möglichkeit, Schadenersatz hierfür zu fordern. Sie können (ggf. über einen Rechtsanwalt) auch Akteneinsicht in die Akten der Behörde nehmen.
  6. Bitte beachten Sie, dass sofern der Verdacht auf eine Strafbarkeit bzw. eine Ordnungswidrigkeit besteht, Sie überhaupt keine Angaben machen müssen.
  7. Sollten Sie Mitarbeiter haben, klären Sie diese darüber auf, dass Praxisbegehungen stattfinden können. Teilen Sie auch Ihren Mitarbeitern mit, wie sich diese bei einer Praxisbegehung zu verhalten haben.
  8. Bestehen Sie darauf, dass die Praxisbegehung nicht in Ihrer Abwesenheit durchgeführt wird, etwa wenn nur Ihre Sprechstundenhilfe anwesend ist. Sie als Praxisinhaber kennen die Praxis in der Regel am Besten und können Fragen der Behörde oft besser beantworten, als Ihre Mitarbeiter.
  9. Sofern Sie den Verdacht haben, dass das Verhalten Ihnen gegenüber aus reiner Schikane erfolgt (etwa weil Ihre Praxis ohne sachlichen Grund in sehr kurzen Abständen aufgesucht wird), holen Sie Rechtsrat ein. Auch hier gibt es durchaus Möglichkeiten, die Behörde an solchen Maßnahmen zu hindern.

Wir bitten Sie, uns mitzuteilen, wenn Sie negative Erfahrungen mit Praxisbegehungen hatten, etwa wenn eine Begehung durchgeführt wurde, wenn Sie in Behandlung waren o.ä. Der BDHN e.V. wird sich bemühen, Ihnen Hilfe zu leisten, sofern erforderlich auch juristische.

BDHN-Stammtisch 21. April’17

Am Freitag, den 21. April 2017 findet wieder unser BDHN-Stammtisch statt. Wir treffen uns um 17.30 Uhr im Restaurant des Eden-Hotel-Wolff, direkt am Hbf in München (Rembrandtzimmer).
Der Stammtisch ist eine gute Gelegenheit, sich kollegial auszutauschen.
Wegen der Bereitstellung des Raumes bitten wir Sie dringend und möglichst zeitnah um Ihre formlose Anmeldung:
E-Mail: seminare@bdhn.de,
Fax: 089/601 7913, Tel.: 089/601 84 29

Oberton singen – Körper und Gesang schwingen im Einklang

Seit Jahren erfreut sich der Obertongesang steigender Beliebtheit. Weltweit wird Oberton unter Verwendung unterschiedlichster Techniken gesungen. Eine der wohl bekanntesten Techniken ist der mongolische Kehlkopfgesang, welcher durch Singen eines Grundtons in Verbindung mit der Kehlkopftechnik erzeugt wird.
Der westliche Oberton wird meist durch das gefühlvolle Intonieren von einzelnen Vokalen (A-E-I-O-U) gebildet. Die Obertöne sind bereits in dem Ur-vokal enthalten und werden durch Veränderung der Klangfarbe hörbar. Zur Verstärkung der Obertöne können unterschiedliche Zungentechniken angewandt werden.
Im Jahr 2000 hatte unser Referent, Alexander Ströhlein, das erste Mal Kontakt mit dem Oberton. Begonnen hat er seine Obertonausbildung mit der mongolischen Kehlkopftechnik, er ist jedoch rasch auf die westliche Technik umgestiegen. Ein wichtiger Aspekt war für ihn war, dass es keinerlei musikalische Vorkenntnisse bedarf, Oberton zu singen. Im Laufe der Zeit gesellten sich unterschiedliche obertonreiche Musikinstrumente, wie z.B. die indische Shruti-Box, das Monochord, der Hang etc. zur Bildung eines unterstützenden Klangraums dazu.
Bekanntermaßen kann Musik eine heilsame und entspannende Wirkung haben. Seine Erfahrung aus seinen Obertonkursen sowie der Leitung einer regelmäßigen Tönergruppe, lässt auch einen therapeutischen Nutzen erkennen. Im Vordergrund steht die (Tiefen-) Entspannung, eine bewusstere und daher bessere Atmung, die Schwingung des gesungenen Tons, welche unmittelbar als angenehme Körperschwingung wahrgenommen werden kann.

Der Oberton kann einzeln oder in Gruppen gesungen werden. Oft passiert es in Gruppenarbeit, dass sich die anfänglich unterschiedlichen Klangfarben harmonisch annähern. Mit etwas Übung kann auch der meditative Aspekt des Obertons erfahren werden.
OBERTÖNE ENTSTEHEN IM INNERSTEN – ALLES IST EINS

Unser Seminar Obertongesang I mit unserem Referenten und Kollegen, Alexander Ströhlein, findet am 28. April 2017 im OSZ, Weiglstr. 9 in München statt.
Näheres dazu finden Sie auf der Seite 114 unseres Seminarheftes oder auf unserer Website:
http://www.bdhn.de/fileadmin/Seminarheft17/Obertongesang.pdf

Fachfortbildung in München

Sehr geehrtes Mitglied,


wir laden Sie zur nächsten monatlichen Fachfortbildungsveranstaltung ein

Themen:
A) Das Mikrobiom und die Darm-Hirn-Achse
B) Das Mikrobiom in der onkologischen Therapie
Referenten:
A) HP Lisa Rauth
B) Dr. med. Jürgen Träger
Termin:

22. April 2017
Zeit:

9.00 - 12.00 Uhr und 13.30 -16.00 Uhr
Tagungsort:

Eden-Hotel Wolff, Arnulfstr. 4-8,
80335 München, direkt am Hauptbahnhof
Teilnahmegebühr:

Die Teilnahme ist für Mitglieder des BDHN e.V. kostenfrei!
Nichtmitglieder: € 50,-

Anspruch auf Einlass besteht für Nichtmitglieder nur, wenn noch Plätze frei sind!

Genauere Informationen zum Thema erhalten Sie auf unserer Internetseite unter: http://www.bdhn.de/ffbapril17m.html

Bitte bringen Sie unbedingt Ihren Fachfortbildungsnachweis mit und kommen Sie rechtzeitig bis 8.45 Uhr.

Bis Samstag, 22. April 2017 grüßt Sie freundlich und kollegial

         Ihr BDHN  -  Vorstand

Fachfortbildung in Nürnberg

Sehr geehrtes Mitglied,

wir laden Sie zur nächsten monatlichen Fachfortbildungsveranstaltung ein.

Thema:
Alte Meister der Akupunktur
Referent:

HP Ernst Urschitz
Termin:

29. April 2017
Zeit:

09.00 - 12.00 Uhr und 13.30 - 16.00 Uhr
Tagungsort:

Meistersingerhalle, Münchener Straße 21,
90478 Nürnberg, Konferenzraum.
Teilnahmegebühr:

Die Teilnahme ist für Mitglieder des BDHN e.V. kostenfrei!
Nichtmitglieder: € 50,--

Anspruch auf Einlass besteht für Nichtmitglieder nur, wenn noch Plätze frei sind!

Genauere Informationen zum Thema erhalten Sie auf unserer Internetseite unter:
http://www.bdhn.de/ffbapril17n.html oder bei Herrn Kolder Tel. 0911/5067928.

Bitte bringen Sie unbedingt Ihren Fachfortbildungsnachweis mit und kommen Sie rechtzeitig bis 8.45 Uhr.

Bis Samstag, 29. April 2017 grüßt Sie freundlich und kollegial

          Ihr BDHN  -  Vorstand